Flughafen Dresden

Wirtschaftsmotor und Tor zur WeltLogo Dresden International

Der Flughafen Dresden ist die Verkehrsdrehscheibe und der Wirtschaftsmotor für die aufstrebende Stadt-Umland-Region Dresden. 2016 waren am Flughafenstandort 3.464 Menschen in 130 Firmen beschäftigt, viele davon in der traditionsreichen Luftfahrtindustrie. Dazu haben sich im näheren Umfeld international tätige, exportstarke Firmen angesiedelt, etwa aus der Mikroelektronik und Biotechnologie.

Vorfeld und Terminal Luftseite DRS

Am 11. Juli 1935 starteten und landeten zum ersten Mal Verkehrsflugzeuge am neuen Flughafen. Der Zweite Weltkrieg brachte den regulären Flugverkehr zum Erliegen. Aus dem Flughafen wurde ein Fliegerhorst, von wo aus die Luftwaffe operierte. In den 1950er Jahren begann die DDR in Dresden-Klotzsche mit dem Aufbau eines eigenen Verkehrsflugzeugbaus. Es entstanden eine 2.500 Meter lange Start- und Landebahn und imposante Montagehallen. Der Flugplatz befand sich nun im Besitz der Luftfahrtindustrie und wurde ab 1957 auch wieder für Linien- und Charterflüge genutzt.

Am 4. Dezember 1958 gelang in Dresden der Jungfernflug des ersten deutschen Strahlverkehrsflugzeugs, der hier entwickelten und gebauten „152“. Die Arbeiten an diesem engagierten Projekt erlitten bald einen tragischen Rückschlag: Bei seinem zweiten Testflug stürzte der „152“-Prototyp ab, die Besatzung kam ums Leben. Wenig später fiel die Entscheidung, den unrentablen Flugzeugbau wieder einzustellen. Das Vorhaben hätte die international isoliert arbeitende DDR-Volkswirtschaft überfordert.

1962 übernahm die Nationale Volksarmee den Flugplatz. Aus dem Flugzeugwerk wurde die Flugzeugwerft Dresden, die sich mit der Instandsetzung militärischen Fluggeräts beschäftigte. Während der Inlandsverkehr 1980 eingestellt wurde, weitete sich das internationale Angebot aus. Ende der 1970er Jahre bot der Flughafen Linienverbindungen zu osteuropäischen Zielen wie Budapest, Moskau, Leningrad, Sofia, Varna, Burgas und Tatry.

Anfang der 1990er Jahre „explodierten“ die Verkehrsleistungen: Reiseveranstalter offerierten zahlreiche neue Urlaubsangebote, viele Angestellte der Sächsischen Staatsregierung pendelten in „Beamten-Shuttles“ zwischen den alten Bundesländern und Dresden. Wurden 1990 noch 203.541 Passagiere abgefertigt, war es 1992 bereits mehr als eine Million. Es bestand dringender Bedarf, die Infrastruktur dieser rasanten Entwicklung anzupassen.Terminal Landseite DRS

1998 erfolgte die Grundsteinlegung für den größten Ausbau seit den 1950er Jahren. Aus der ehemaligen Montagehalle 219 der Luftfahrtindustrie, einst die größte pfeilerlose Industriehalle der DDR, entstand das neue Terminal mit S-Bahnhof. Das 2001 eröffnete Fluggastgebäude lädt seitdem auch zum Verweilen ein. Denn mit seiner Industriearchitektur besitzt es ein für die sächsische Landeshauptstadt einzigartiges Ambiente für Firmen-Events, Ausstellungen oder Konzerte. Reisebüros, Cafés und Geschäfte wie der Flughafen-Shop „Gate 14“ (www.gate14.de) haben täglich geöffnet. Der Kundendienst organisiert ganzjährig spannende Themenführungen.

Vorfeld und Tower DRS2006/07 sanierte Dresden als erster Flughafen Europas seine Start- und Landebahn bei laufendem Betrieb und verlängerte sie auf 2.850 Meter. Außerdem hat sich Dresden dank umfangreicher Investitionen der Branche wieder zu einem wichtigen Standort der Luftfahrtindustrie entwickelt. Es wurden etwa neue Hallen für die Materialermüdungstests am weltgrößten Passagierflugzeug Airbus A380 und Militärtransporter A400M sowie für den Umbau von Passagierflugzeugen der Airbus-Familie in Frachtflugzeuge errichtet. Zu Wartungszwecken fliegen A380 aus aller Welt bei den Elbe Flugzeugwerken ein.

Terminal Innenansicht DRS2016 lag das Passagieraufkommen bei rund 1,7 Millionen. Seit 2008 tritt der Flughafen mit der Wortmarke „Dresden International“ auf, um die weltweite touristische Vermarktung des Freistaates Sachsen und seiner Landeshauptstadt Dresden zu unterstützen. Auf dem Flugplan stehen Direktverbindungen von und nach Frankfurt, München (Lufthansa), Düsseldorf (Air Berlin, Eurowings), Köln/Bonn, Stuttgart (Eurowings), Moskau (Aeroflot), Zürich (SWISS), Amsterdam (KLM) und Basel (Easyjet). Mit täglichen Zubringerflügen zu internationalen Drehkreuzen bindet der Flughafen die Region sehr gut an das weltweite Luftverkehrsnetz an. Im Charterbereich gibt es tägliche Nonstopflüge ans Mittelmeer, den Atlantik, das Rote oder Schwarze Meer.

Flugplan:
www.dresden-airport.de/flugplan

Ausführliche Flughafengeschichte:
www.dresden-airport.de/geschichte

Der Bereich General Aviation (GAT) am Flughafen Dresden International bietet umfassenden kompetenten Handling-Service sowohl für Business-, Executive- und VIP-Charter-Flüge als auch für den privaten Allgemeinen Luftverkehr an.

General Aviation:
www.dresden-airport.de/handling

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von Michael Weimer.